Biogas Innovationskongress 2016
Biogas-Innovationskongress 2014 in der Dt.. Bundesstiftung Umwelt
http://www.messen-profair.de/biogas-innovationskongress/index.html

© 2016 Biogas Innovationskongress 2016

Kongress 2017

Nächster Termin:  9. - 10. Mai 2017

Die Jubiläumsveranstaltung.
Im Jahr 2017 findet der Biogas-Innovationskongress bereits zum 10. Mal statt.

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Biogas-Innovationspreis der deutschen Landwirtschaft

Der Preis für die Kategorie Wissenschaft ist mit einer Dotation von 10.000 Euro versehen.

Wir danken der Landwirtschaftlichen Rentenbank, dass sie auch 2017 wieder den Preis zur Verfügung stellt.

Fachverband Biogas lädt ein zur

10. Biogas-Innovationskongress und Biogas-Ausstellung in der Deutschen Bundesstiftung Umwelt

von links: Rüdiger Eckel, Markus Wolf (beide Schmack Biogas), Dietrich Baye (Carl Geringhoff), Dr. Christian Bock (Landwirtschaftliche Rentenbank), Björn Schwarz (Fraunhofer IKTS)

 

Vergabe der Biogas-Innovationspreise der Deutschen Landwirtschaft 2016.
Biogas-Innovationspreise 2016 in der Deutschen Bundesstiftung Umwelt verliehen.

Traditionell werden jedes Jahr anlässlich des Biogas-Innovationskongresses in der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, Osnabrück, die Biogasinnovationspreise der Deutschen Landwirtschaft in den Bereichen Wissenschaft und Wirtschaft verliehen. In diesem Jahr befasste sich ein Großteil der Innovationen mit dem Thema der bislang in Frage gestellten Wirtschaftlichkeit von Strohvergärung und dem aktuell besonders diskutierten Thema der Vermeidung des Austritts von mit organischen Stoffen belastetem Sicker- und Oberflächenwasser von  Silagelagerplätzen.

Björn Schwarz vom Fraunhofer IKTS in Dresden ist der Biogas-Innovationspreisträger der Kategorie Wissenschaft 2016. Aus den Händen von Dr. Christian Bock von der Landwirtschaftlichen Rentenbank erhielt er den mit 10.000 € dotierten Wissenschaftspreis für seine Arbeiten zum Thema Strohbasierte Biogaspellets als alternatives Inputsubstrat in Biogasanlagen.

Die Entwicklung, so Björn Schwarz, betrifft ein erstmals aus Stroh hergestelltes Energiepellet für Biogasanlagen. Die Herstellung des Pellets beinhaltet eine Zugabe von Substanzen während oder nach der Pelletierung,die den Aufschluss des Strohs verbessern. Hierdurch werden natürliche Wachs- und Schutzschichten mit der Folge angegriffen und teilweise aufgelöst, so dass sich die Angriffsfläche für den mikrobiellen Abbau im nachfolgenden Fermentationsschritt erhöht.  Der Schritt der Pelletierung sorgt zudem für die deutliche Erhöhung der Dichte und damit für einen günstigeren Transport und die Vermeidung des Aufschwimmens in Fermentern.

Die Entwicklung ist Grundlage für eine völlig neuartige Logistik im Bereich der nachhaltigen Stohnutzung. Schwarz schließt mit der Empfehlung,  die Strohaufbereitung zu zentralisieren und  ein Strohprodukt z.B. in Form eines Pellets zu erzeugen, welches ohne weitere Aufwendungen in bestehenden Anlagen eingesetzt werden kann und gleichzeitig hoch transportwürdig ist.

Den zweigeteilten Biogas-Innovationspreis im Bereich Wirtschaft 2016 erhielten die Unternehmen Schmack Biogas und Carl Geringhoff.

Für Schmack Biogas wurde das gemeinschaftlich von Markus Wolf und Rüdiger Eckel entwickelte innovative Fahrsilokonzept aus Systembausteinen ausgezeichnet, das eine kostengünstige Lösung für die aktuelle Problematik bei der Silagelagerung aufzeigt, wassergefährdende Stoffe wie z.B. Silagesickersäfte nicht austreten zu lassen. Eckel und Wolf erläuterten, dass die zu diesem Zweck von Schmack entwickelten Silowände aus einer Mehrzahl, im Verbund versetzt zueinander angeordneter Bauelemente bestehen, die Hülle der verwendeten Systembausteine aus recyceltem HD-PE-Material besteht und somit korrosions- und UV-beständig ist. Auch eine getrennte Sammlung von Niederschlags- und Schmutzwasser ist hier durch möglich.

Bei Dietrich Baye`s Innovation stand wieder das Substrat Stroh im Mittelpunkt. Baye von Firma Geringhoff erhielt den Wirtschaftspreis für seine Entwicklung, Maisstroh als zusätzliches Biogassubstrat einzusetzen. Sein Fazit lautete: Die Nutzung von Körnermaisstroh generiert zusätzlichen Ertrag und stellte für die Bergung von Maisstroh ein praxistaugliches Verfahren vor, um den Substratmix einer Biogasanlage sinnvoll zu ergänzen. Maisstroh erzielt hohe Methanausbeuten, die bei rund 80% im Vergleich zu Silomais liegen. Somit ist ein Biogassubstrat gegeben, das die Wirtschaftlichkeit verbessern und den Flächenverbrauch bestehender Anlagen wie auch Neuanlagen verringern kann.

 

Kommen Sie nach Osnabrück:

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8. Biogas-Innovationskongress 2015 erfolgreich - Mauky und von Buchholz Preisträger des Biogas-Innovationspreises der Deutschen Landwirtschaft


Henrik von Buchholz (Weltec Biopower) und Eric Mauky vom DBFZ erhalten Biogas Innovationspreis der Deutschen Landwirtschaft 2015

Als Highlight des traditionell in der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (Osnabrück) stattfindenden Biogas-Innovationskongresses 2015 wurde der diesjährige Biogas-Innovationspreis der Deutschen Landwirtschaft am 3. Juni 2015 vom stv. Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes, Udo Hemmerling, an Hendrik von Buchholz für den Sektor Wirtschaft und an Eric Mauky für den Sektor Wissenschaft verliehen.

Von Buchholz erhielt den Preis für die von ihm bei Weltec Biopower entwickelte und von dem Kongress-Auswahlgremium als wegweisend beurteilte Managementsoftware Promos Bio. Sie stellt ein umfassendes Programm für die Organisation und Wirtschaftlichkeitsbetrachtung von Biogasanlagen dar.

ProMOS Bio besteht aus einer web-basierten PC-Software sowie einer Smartphone-App. ProMOS Bio besticht zum einen durch die Bedienerfreundlichkeit, welche durch ein funktional-ästhetisches Design und eine intuitive Benutzeroberfläche geschaffen wurde. Aber vor allem die Funktionen machen das Programm zu einem effizienten  Helfer für alle Anlagenbetreiber.

Hendrik von Buchholz zog folgendes Fazit: In den kommenden Jahren wird der Bedarf nach Optimierungen und Effizienz bei Biogasanlagen immer weiter steigen. Neben den technischen Details und dem richtigen Substratmix wird es dabei immer stärker auf die organisatorischen Feinheiten ankommen. Um Arbeitsabläufe und den Einsatz von Mensch und Maschine zu verbessern, sind jedoch oftmals Veränderungen notwendig. Mit ProMOS Bio werden zum einen die Abläufe erleichtert, zum anderen bietet ProMOS Bio aber auch Analysetools, um weitere Verbesserungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Damit kann die Software einen wesentlichen Beitrag zur Effizienzsteigerung bei Biogasanlagen leisten.

Aufbauend auf den Labor-, Technikums- und Praxisversuchen ist die modellprädiktive Regelung zur bedarfsgerechten Substratfütterung von Biogasanlagen entwickelt worden. Die modellprädiktive Regelung ist eine Methode zur Regelung von komplexen Systemen. Bei der MPC wird ein dynamisches Modell des zu regelnden Prozesses (hier der Biogasprozess) verwendet, um das zukünftige Verhalten des Prozesses in Abhängigkeit von den Stellgrößen (z.B. Fütterungsmengen) vorauszuberechnen.

Als Ergebnisse seiner Forschung bei Anwendung von MPC nennt Mauky:

  • Berechenbarkeit der Biogasproduktion
  • Flexibilisierung der Fütterungsintervalle und damit der Biogasproduktion erlaubt die Anpassung an den
    Strombedarf
  • Flexible Biogasproduktion bei stabilem Prozess
  • Nutzung der Abbaueigenschaften verschiedener Substrate
  • Einsparung zusätzlicher Gasspeicherkapazitäten durch flexible Fütterung (bis 50%)
  • Vermeidung von Verlusten, Über- und Unterproduktion durch präzises Gasspeichermanagement und vorausschauende Prozessführung
  • Steigerung der Erlöspotenziale hinsichtlich Direktvermarktung mit vergleichbar geringen technischen/ökonomischen Aufwendungen
  • Simulationsgestützte Regelung ermöglicht optimiertes Herunter- und Anfahren des Biogasprozesses bei Wartungsarbeiten
  • Für Bestands-Biogasanlagen ohne großen Aufwand anwendbar

Der 8. Biogas-Innovationskongress zeichnete sich durch eine deutliche Steigerung der Teilnehmerzahl gegenüber 2014 aus. Die vorgestellten Innovationen hatten vorwiegend Praxisbezug und können kurzfristig zur Optimierung von Bestandsanlagen umgesetzt werden. Etwa 250 Anlagenbetreiber, Firmenvertreter und Wissenschaftler nutzten den Kongress zum Meinungsaustausch. Besonderes Interesse genoss der Kongressteil, in dem 4 Anlagenbetreiber über ihre Probleme aus den vergangenen Jahren mit baulichen Planungsfehlern, technischen Ausfällen und baurechtlichen Regelungen sowie deren zum Teil abenteuerlichen Lösungen berichteten. Insgesamt beurteilten die Teilnehmer in diesem Jahr ihre wirtschaftlichen Aussichten besser als im letzten Jahr. Die Aussage vom Licht am Ende des Tunnels machte die Runde. Einig waren sich die Teilnehmer, dass sich insbesondere in der Politik noch vieles bewegen müsse, es aber interessante Anzeichen gäbe.

Der 9. Biogas-Innovationskongress 2016 ist bereits terminiert und findet vom 26.-27. April 2016 wieder in der DBU in Osnabrück statt.

Rückblick auf die Preisträger 2014:

28.05.2014 - Biogas-Innovationspreis 2014 der Deutschen Landwirtschaft verliehen

Anlagenoptimierung und -flexibilisierung sind die Zukunft

Im Rahmen des diesjährigen Biogas-Innovationskongresses am 22. und 23. Mai 2014 in Osnabrück wurde bereits zum fünften Mal der Biogas-Innovationspreis der Deutschen Landwirtschaft in den Kategorien Wissenschaft und Wirtschaft verliehen. Der mit 10.000 Euro dotierte Wissenschaftspreis ging an Waldemar Ganagin von der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) in Göttingen für den Beitrag „Flexible Biogaserzeugung durch technische und prozessbiologische Verfahrensanpassung“. Preisstifter war erneut die Landwirtschaftliche Rentenbank. In der Kategorie Wirtschaft wurde Dirk Goeman von der Firma Emission Partner für die Entwicklung eines neuartigen Verfahrens zur Abgasbehandlung mit einem Drei-Wege-SCR-Katalysator mit dem Biogas-Innovationspreis ausgezeichnet.

„Vor dem Hintergrund sich verschlechternder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen gewinnt die Optimierung und insbesondere die Flexibilisierung bestehender Biogasanlagen zunehmende Bedeutung“, erklärte Udo Hemmerling, stellvertretender Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes (DBV). Die mit dem Preis ausgezeichneten Innovationen bilden nach Einschätzung von Hemmerling „beispielhafte Ansätze für eine engere Verknüpfung von Wissenschaft und Praxis, welche für die Zukunft der Biogasproduktion am Standort Deutschland inzwischen unerlässlich ist“.

Der Biogas-Innovationskongress steht unter gemeinsamer Trägerschaft des DBV, des Fachverbandes Biogas und des Bundesverbandes Bioenergie. Wissenschaftliche Begleitinstitutionen sind das Deutsche Biomasse-Forschungszentrum DBFZ, die Universität Braunschweig und die Universität Rostock. 

[Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Bauernverbands (DBV) vom 28. Mai 2014]

Foto mit den Preisträgern des Biogas-Innovationspreises der Deutschen Landwirtschaft [v.l.n.r.: Dr. Marie-Luise Rottmann-Meyer (3N Kompetenzzentrum e.V.), Dirk Goeman (Emission Partner), Udo Hemmerling (Deutscher Bauernverband e.V.), Waldemar Ganagin (HAWK Göttingen), Dr.-Ing. Sarah Gehrig (Dr. Gehrig Management- & Technologieberatung GmbH)]

Biogas-Innovationspreis 2011

Aufgrund der hohen Qualität der im Kongress vorgestellten Innovationen wurden 2011 sowohl der Biogas-Innovationspreis der Deutschen Landwirtschaft für den Bereich Wissenschaft als auch der Biogas-Innovationspreis für den Bereich Wirtschaft jeweils zwei-geteilt vergeben.

Biogas-Innovationspreisträger der Deutschen Landwirtschaft - Bereich Wissenschaft - 2011 sind:

  • Frau Dr. Ute Merrettig-Bruns, Fraunhofer Umsicht, mit Ihrer Arbeit zum Thema: 
    Orga-Test: standardisierter Aktivitätstest zur Ermittlung von Hemmwirkungen und Mangelerscheinungen
  • Frau Dipl.-Ing. Christine Küppers, Nowum Energy/FH Aachen, mit Ihrer Arbeit zum Thema: 
    Molekularbiologische Analysen zur Optimierung der Biogasgewinnung

Biogas-Innovationspreisträger der Deutschen Landwirtschaft - Bereich Wirtschaft - 2011 sind:

  • Frau Dr. Doris Schmack, Schmack Biogas GmbH, mit Ihrer Arbeit zum Thema: 
    Methanos - ein neuartiges Bakterienprodukt zu signifikanten Erhöhung der Effizienz von Biogasanlagen
  • Dr.- Ing. Ulli Drescher, Ges. für Motoren und Kraftanlagen mbH, mit seiner Arbeit zum Thema: 
    Abwärmeverstromung von Biogasmotoren mit dem Organic Rankine Cycle